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Schokolade - zarte Verführung

Die Geschichte der Schokolade

Die Geschichte der Schokolade reicht weit in prähistorische Zeiten zurück. Bekannt ist, dass das untergegangene Volk der Olmeken bereits um 1.500 v. Chr. den Kakaobaum kultivierte und nutzte. Allerdings kann man nur spekulieren, in welcher Form die Olmeken die Kakaobohne nutzten. Man geht von einer Trinkschokolade aus, die in irgend einer Form gesüßt oder auch mit Alkohol versetzt wurde.
Die spätere Hochkultur der Azteken gab der Schokolade mit dem Wort "Xocólatl" den uns heute bekannten Namen. Nach dem Glauben der Azteken war die der Schokolade zu Grunde liegende Kakaopflanze göttlicher Herkunft. Kakaobohnen dienten als Zahlungsmittel und wurden von unterworfenen Stämmen als Tribut eingefordert.
Die spanischen Eroberer erkannten die Bedeutung des Kakaobaumes zunächst nicht und standen dem scheinbar heidnischen Treiben eher ratlos gegenüber. Im Jahr 1528 schließlich gelangte Schokolade erstmals nach Europa und wurde 1544 am spanischen Hof gereicht. Ungesüßt stieß die Trinkschokolade auf keine Gegenliebe; erst mit der Beigabe von Honig und Rohrzucker gelang eine Mixtur, die unserem heutigen Verständnis von Schokolade nahe kommt.

Kurzer Einblick - Die Schokolade und die Industrialisierung:

Der Beginn der Industrialisierung in Europa im 19. Jahrhundert war ein sehr wichtiges Kapitel in der Geschichte der Schokolade. Erst dann blühte die Schokolade so wie wir sie kennen auf. Angefangen hat es mit dem Holländer van Houten, der eine Methode zur Herstellung von Kakaopulver mit sehr geringem Fettanteil herausgefunden hatte. Durch den Einsatz einer hydraulischen Presse, was der Grundstein zur Herstellung von Kakaopulver und für die Gewinnung von zusätzlicher Kakaobutter war. Kakaobutter ist das Pflanzenfett, das durch Auspressen der Kakaokerne oder Kakaomasse bei erhöhter Temperatur gewonnen wird.
Eine sehr wichtige Erfindung, die bis heute noch verwendet wird, war die Mélangeur des Schweizers Philippe Suchard 1826. Sie besteht aus einem flachen, erwärmten Granitbecken über dem sich Granitwalzen hin und her bewegen. Damit konnten alle Zutaten gut vermischt werden. 1879 erfand wieder ein Schweizer, Rodolphe Lindt, die Conche. Sie ist eines der wichtigsten Geräte in der Schokoladenbranche und wird bis heute verwendet. Dadurch wird die Schokolade erst wirklich zart. Es folgten immer mehr Kreationen der Schokolade, darunter die Milchschokolade des Schweizers Daniel Peter, der das Milchpulver von Henri Néstle nutzte. Somit begründeten die Schweizer eindeutig den Erfolg der Milchschokolade, der ihnen auch den berühmten Ruf der Schweizer Schokolade brachte. Die erste in Massen produzierte Schokolade, waren übrigens die „Cream Sticks“ der englischen Firma "Fry" im Jahre 1853. Erst nach dem 2. Weltkrieg, dem Wiederaufbau 1949 und dem Ende der Preisbildung 1964 wurde die Schokolade endgültig ein Massenprodukt.

Nicht nur irgendetwas Süßes!

Entscheidend für den beispiellosen Siegeszug der Schokolade waren letztlich zwei Dinge: Die Einführung des Verfahrens, Kakao zu zermahlen und zu haltbarem Pulver zu pressen, sowie die Erschließung Amazoniens, was auch heute noch die führende Region zum Anbau von Kakaobäumen ist. Dies ermöglichte die Einführung von Kakaoprodukten als Massenerzeugnis zu erschwinglichen Preisen in Europa und schließlich rund um den Globus.
Noch im 19. Jahrhundert galt Schokolade als ein vielseitig verwendbaresHeilmittel. Unter anderem wurde es als Aphrodisiakum und als allgemeines Kräftigungsmittel in Apotheken vertrieben. In der Tat enthält Schokolade in Form des Wirkstoffs Theobromin eine dem Koffein nicht unähnliche pflanzliche Stimulanz. Es ergibt sich ein dauerhaftes Wohlbefinden durch die stimmungsaufhellende Wirkung des Theobromins. Allerdings hat Theobromin im Gegensatz zu Koffein keinerlei schädlichen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Schokolade hat, sofern sie nicht im Übermaß genossen wird, eine Reihe weiterer positiver Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Haustieren wie Hund und Katze sollte man Kakaoprodukte allerdings vorenthalten, da ihr Organismus die Schokolade nicht schnell abbauen kann.
In Europa wird die meiste Schokolade pro Kopf in der Schweiz konsumiert, dicht gefolgt von Deutschland.
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